And We Danced


Letztens noch über Musik geschrieben, die uns verbindet, oder deren Text extrem gut passt. Jetzt hatten wir wieder so einen gemeinsamen Abend, über den ich dir schreiben muss!

Es war dein Abend.

Du hast mich mitgenommen und um es mit deinen Worten zu sagen: Ins kalte Wasser geschmissen. Du wolltest mich einem Freund von dir vorstellen, der zu deinem inneren Kreis zählt. Ich wusste also von Anfang an, dass dies ein sehr wichtiger Abend wird, da du mich nicht so Leuten vorstellen würdest, wenn du es nicht ernst meinst.

War ich nervös? Ich kann es nicht mehr sagen. Ich war – nennen wir es freudig erregt. Ich habe mich drauf gefreut, tiefer in deine Welt einzutauchen. O.k., klar war ich irgendwie nervös. Ich könnte genauso gut mit diesem einen Abend alles versauen.

Doch lassen wir das und springen wir direkt zu dem wichtigen Teil des Abends. Dein Mensch war einfach. Heute behauptest du immer, dass es meine offene Art ist, die es mir leichter macht, so Abende hinter mich zu bringen, aber lass mich dir eins sagen: Es liegt nicht nur an mir. Ich bin so zu Leuten, wie sie zu mir sind, oder wie sie es verdient haben. Und wenn du sagst, es sei als würde ich ihn genauso lange kennen, wie du, dann liegt dies daran, dass es mir einfach gemacht wurde, mich wirklich so zu fühlen. Klar habe ich 2-3 Minuten gebraucht, bis ich wirklich angekommen und meine scheu abgelegt habe, aber ab da war alles einfach. Man lacht, redet und trinkt. Auf einer Party, auf der man nur einen Menschen – halt nein – zwei Menschen kennt. Doch es war egal. Es hat gereicht. Ich war ein Stück weiter in deinem Leben und – alles war losgelöst.

Die Stimmung auf der Party war – ganz o.k.

So wie Autofahren mit angezogener Handbremse ganz o.k. ist.

Irgendwer muss halt kommen, um die Handbremse zu lösen, damit man richtig losfahren kann.

Irgendwann war klar: Niemand wird kommen.

Also haben wir es getan.

Wir.

Wir sind auf die Tanzfläche gegangen und haben Spaß gehabt.

Es war, wie in einem Film. Grade noch sieht man die Blicke, der anderen Menschen. Man fühlt sie – und dann:

Weißes Rauschen. Nur mit Musik. Alles verschwommen, nur du.

Lange hatte ich nicht mehr dieses Gefühl.

Mit jemandem in der Menge alleine sein.

Ein Raum voller Leute und wir machen uns… zum Affen?.. wahrscheinlich, aber wir haben Spaß und nur darum geht es. Wir beide!

Ich dachte mir, ich lasse mir mit diesem Text hier für dich etwas Zeit, um mir klarer zu werden, was das bedeutet, damit ich dir besser schreiben kann, was in mir vorgeht, aber das klappt nicht. Ich steh immer noch vor der Leere in meinem Kopf. Es ist einfach wirklich im wahrsten Sinne des Wortes ein Gefühl, welches unbeschreiblich ist.

Man kann es nicht erklären. Man muss es fühlen und ich bin froh, es wegen dir wieder zu fühlen. Wir beide hatten Spaß, ohne uns drum zu scheren, was andere denken würden.

Solange wir beide uns haben, haben wir Spaß. Dann leben wir. Mit dir lebe ich wieder.

„Du bist die Art Mensch, die in einen Raum mit 1.000 Leuten geht, von denen er keinen kennt und keine fünf Minuten braucht, um deren Mittelpunkt zu sein. Ich bin anders. Ich stell mich dann auf ein Bein irgendwo in die Ecke und hoffe, dass mich niemand sieht.“

Das waren deine Worte. Vielleicht stimmt das ja, auch wenn ich dich so noch nicht wirklich kennen gelernt habe, da wir ja immer nur in deinem Revier waren bis jetzt, aber selbst wenn dies stimmt: Dann ist das gut so! Was könnte besser passen, als diese Mischung?

Wie würde es gehen, wenn wir beide den Raum einnehmen? Wenn wir konkurrieren?

Würde es nicht.

Ich mache dies weder mit Absicht, noch bewusst, aber wenn du sagst, dass es so ist, dann wird dies zutreffen.

Ich möchte, dass du weißt, dass du nie wieder in einen solchen Raum alleine gehen musst.

Wir machen das zusammen! Weil WIR.

Weil es passt und weil es richtig ist. Ich nehme deine Hand, wenn du dich am liebsten in der Ecke verstecken willst und du nimmst meine, wann immer ich vom Weg abkomme und ziehst mich wieder auf die Strecke.

Was könnte besser passen?

Wir XV!

 

*klopf*klopf*klopf*

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