The Jurney Begins


Hey XV,

diese Seite ist ja auch geplant, als Reisetagebuch von uns, da wir planen, viel miteinander zu reisen.

Den ersten Test in unserer Lori haben wir ja schon hinter uns und nun heißt es: Raus in die Welt.

Also ab nach Holland und gucken, wie sich Camping anfühlt, wenn man mal etwas weiter weg ist von zuhause.

Klar – Holland ist jetzt nicht die große weite Welt, aber wir nehmen erstmal, was wir kriegen können und sammeln unsere Erfahrungen.

Vor allem aber soll dieser kurze und doch relativ spontane Trip eins sein: Eine Flucht aus dem Alltag.

Es braucht nämlich gar nicht viel, um mal wieder runter zu kommen und sich zu endschleunigen. Oft reicht schon ein Mittwochabend im heimischen Garten und eine ungewohnte Umgebung. Dann schläft man nicht im Haus, sondern einfach draußen. Dreht die Stühle so, dass man nur auf das Zelt und die Planzen dahinter guckt und man vergisst schnell, dass man die richtige Welt hinter sich hat.

Damals – das war mitten in der Woche und wir kamen beide von der Arbeit und mussten am nächsten Morgen wieder hin, aber da wir unsere Blickrichtung einfach mal verlagert haben, war es schnell so, dass wir nicht mehr wussten, dass es mitten in der Woche war.

Wir saßen da, vor unserem Zelt, der Lori – am Feuer mit Blick in die Natur. Sagten auch eine Zeit lang einfach nichts und als man dann wieder einen kurzen Augenblick hatte, an dem man gedacht hat, ist einem aufgefallen, dass man ja doch irgendwo in einem Garten sitzt und das hinter einem die hektische Welt ist.

Das war ein verrücktes Gefühl. Man war eigentlich mitten drin in der schnelllebigen Welt. War umgeben von Stress und Hektik, aber wir beide, oder besser wir drei, haben es geschafft, uns aus dieser Welt zu denken, einfach nur, weil wir etwas gemacht haben, was nicht alltäglich ist – weil wir unsere Stühle in eine andere Richtung gedreht haben – weil wir beide nur ganz wenig brauchen, um aus dem alltäglichen etwas besonderes zu machen!

Das ist so wundervoll an dir – das ist so wundervoll an uns.

Wir machen Sachen, die bestimmt viele Menschen machen – feiern Partys, auf denen viele feiern, doch bei uns ist es was besonderes. Wir sind in einem Raum mit Menschen, die eigentlich das selbe machen, wie wir, doch wir beide – wir sind trotzdem alleine dort und feiern uns selbst. Egal wer guckt, egal wer redet! Redet jemand? Wer soll reden, hier sind nur wir zwei.

Einfach ein wunderbares Gefühl.

Alle gucken nach vorne und sehen nur den Stress und die Arbeit und du nimmst meine Hand und flüsterst mir ins Ohr: „Dreh dich mal um, guck mal in die andere Richtung. Nur für ein paar Stunden!“ und das reicht. Diese Stunden reichen, um wieder zu merken, wie schön das Leben sein kann. Wie leicht es ist, aus vermeintlich alltäglichen Dingen etwas besonderes zu machen, oder wie man auf einfachste Art und Weise der Realität entfliehen kann.

Nun lass uns wieder mitten in der Woche die Sacken packen und raus aus alledem!

Ein Auto voller Klamotten und ab in Richtung richtig.

Zwei Stunden fahren, um das Gefühl zu haben, man ist ganz woanders.

Zwei Stunden fahren, um eine Auszeit zu nehmen.

Eigentlich wollte ich hier eine Pack-Liste schreiben, aber was bringt das? Du wirst dich wohl kaum dafür interessieren, wie viele Unterhosen ich mitnehme, also ist das hier wieder anders geworden, als ich es geplant hatte. Sowieso diese Sache mit dem planen… Was bringt das schon.

Das ist wie mit Fotos.

Plant man Fotos bis ins kleinste Detail, können diese sicher schön werden, aber wenn man genau hinguckt, sieht man den Plan dahinter. Sind die besten Fotos nicht die, die spontan entstehen?

Ist das ehrlichste lächeln nicht das, was aus der Situation heraus kommt?

Sind die besten Trips nicht die, die du spontan machst?

„Sollen wir nicht lieber nen Tag eher fahren? Dann haben wir besseres Wetter?“

„Klar – auf geht es!“

 

Auf geht es, auf unseren ersten Trip.

Where the Jurney begins.

 

*klopf*klopf*klopf*

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