Wie du mir, so ich dir


 

 

Hey XV, kannst du dich noch dran erinnern:

IMG_5263.JPG

Ich habe damals, bei unserem Trip in die Winkelgasse einen Stein als einen der Schnipsel mitgenommen, die ich von dort habe. Ich wollte dir irgendwann diesen Stein geben und dich damit überraschen, dass ich ihn noch habe, da ich ja sagte, dass ich ihn nicht mitgenommen hätte. (Doch du wusstest ja von Anfang an, dass dies nicht stimmt)

Genau dies habe ich dann auch getan.

Wir haben über deine Vergangenheit geredet und ich hab dir angemerkt, dass es nicht leicht war für dich drüber zu reden. Du warst ziemlich fertig. Du hattest wieder das Gefühl, dass du irgendwann nicht mehr genug sein könntest. Mir fehlten die Worte, um dir da etwas sagen zu können, was dich vom Gegenteil überzeugen würde. Ich sagte nichts und irgendwann bist du in meinem Arm eingeschlafen. Da fiel mir ein, dass ich diesen einen Stein noch in meiner Jackentasche hatte. Also holte ich ihn, riss ein paar Seiten aus meinem Notizbuch und schrieb:

„Pass auf mich auf, dann pass ich auf dich auf!“

Es war nicht viel. Es war eben ein Stein. Aber ich wusste, dass du weißt, was der für mich und meinen Schnipsel-Tick bedeutet. Und die Worte, die ich dir dabei mit gab, die standen nicht nur für den Stein. Ich meinte nicht, dass der Stein auf dich aufpasst, sondern dass er als Teil von mir bei dir sein soll und stellvertretend ein Gefühl der Sicherheit vermitteln soll.

Ich passe auf dich auf XV. Ich passe auf dich auf, weil ich bei dir das Gefühl habe, dass du auf mich aufpasst. Unbewusst. Du bist einfach da, gehst mit mir durch Türen, holst mich zurück auf den Boden und bist einfach.

 

Dir war nicht von Anfang an klar, was dir die Worte sagen sollten, die ich dabei gepackt habe, dass hab ich später erfahren. Das macht deine Reaktion nur noch verrückter. Du hast dich so gefreut. Ohne das ganze Ausmaß zu verstehen, so dass du, als dir die Bedeutung klar wurde, nochmals aufs Neue davon überwältigt warst.

Es gibt mir so viel, dass du solche Dinge genau so empfindest, wie ich. Die kleinen Dinge sind es die zählen. Die Berührungen im vorbeigehen. Die Blicke, die niemand sieht. Die Sätze, die niemand begreift.

Die Wörter, die niemand richtig definiert.

Das ist es, was dich für mich so besonders macht.

Ich kriege mit, dass du diesen Stein immer dabei hast und das macht mich so glücklich.

Auch, dass du es dir zur Angewohnheit gemacht hast, mir ihn in schweren Phasen zu leihen, damit er auch auf mich aufpasst, ist so… unbeschreiblich schön. Das ist unser Ding. Nicht viele werden das verstehen und eben das macht es besonders!

Und wenn ich dann ins Auto einsteige und merke, dass ich einen Stein in der hinteren Hosentasche habe, weiß ich, du hast meine Laune wieder richtig mitbekommen und weißt, dass ich dich brauche. Es ist unfassbar! Du bist unfassbar!

XVI für XV

*klopf*klopf*klopf*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.